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  Kulturleitbild Oberösterreich | IMPULSBEITRÄGE

Das waren Ihre Impulsbeiträge
Im Rahmen des Diskussionsprozesses Kulturleitbild Oberösterreich wurden im Frühjahr 2007 prominente Künstlerinnen und Künstler, Kulturschaffende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Kulturfunktionäre eingeladen, einen Impulsbeitrag zum Kulturleitbild Oberösterreich zu verfassen. Das Landeskulturreferat dankt für die eingelangten Beiträge, die sehr fundiert und engagiert Anregungen und Visionen für das Kulturleitbild formulierten. Bei der Überarbeitung des Leitbild-Entwurfes konnte vieles davon aufgenommen werden. Im Folgenden finden Sie alle Impulsbeiträge zum Nachlesen.


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Gruppe für angewandte Texte, Linz, 2007-09-18
VORSCHLÄGE ZUR VERNETZUNG VON KINDER- UND JUGENDKULTUR
der Kultureinrichtungen von Stadt Linz und der in Linz ansässigen Kultureinrichtungen des Landes Oberösterreich

Vorbemerkung:
Die „Gruppe für angewandte Texte“ versteht sich in der gestellten Aufgabe als Consulting-Partner. Kultureinrichtungen und ihre Mitarbeiter/innen behalten selbstverständlich ihre Hoheit in Programmgestaltung, -umsetzung und -vermittlung. Der Aspekt „Neue Medien“ (Internet) wurde bewusst zurückgestellt. Im virtuellen Raum situierte Maßnahmen können erst dann ergänzend greifen, wenn konkrete Projekte einer verbesserten Vermittlung in die Umsetzung gefunden haben.

Vorschlag 1: „Forum Kinder- und Jugendkultur“

1.1 Kurzdarstellung
Zweimal im Jahr findet das „Forum Kinder- und Jugendkultur“ statt: VertreterInnen der Kultureinrichtungen der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich treffen sich beim Forum und entwickeln gemeinsame Perspektiven bezüglich der Professionalisierung in der Vermittlung ihrer Angebote für Kinder und Jugendliche. Auch Themenschwerpunkte kommender Ausstellungen oder Theater- und Filmprogramme werden abgeklärt. Gemeinsame inhaltliche Schwerpunkte werden ausgearbeitet.

1.2 Detaildarstellung
Informationsaustausch und Koordination sind Schlüsseltechniken für eine bessere Vernetzung und Vermittlung. Dies gilt insbesondere auch für die Aktivitäten von Kultureinrichtungen, die die Zielgruppen Kinder und Jugendliche ansprechen wollen.

Das Forum kann verschiedene Funktionen einnehmen:
1.2.1 Themenvernetzung:
Derzeit setzen einzelne Institutionen inhaltliche Schwerpunkte; meistens platzieren sie diese Themen aber als eines unter vielen, die im Kulturbetrieb angeboten werden. Ein (Jahres)Thema als Leitgedanke für mehrere Institutionen führt zu nachhaltigeren Kunsterlebnissen, da nicht nur verschiedene Aspekte, sondern auch verschiedene Medien (bildende Kunst, Literatur, Film, Tanz, Musik …) eingebunden werden. Auch PädagogInnen verfolgen gerne Themen über ein Schulsemester oder ein Jahr hinweg.

1.2.2 Organisatorische Abstimmungen und Erfahrungsaustausch in der Vermittlungsarbeit für Kinder und Jugendliche:

1.2.3 Feststellung von Defiziten
KunstvermittlerInnen leben in der Regel vor Ort. Oft genügt ein Erfahrungsaustausch mit KunstvermittlerInnen in anderen Städten, um Perspektiven der eigenen Arbeit zu erweitern bzw. neue Optionen zu erkennen. Andernorts erprobte Konzepte können auf die regionalen Gegebenheiten hin adaptiert werden. Auf Wunsch der Forums-TeilnehmerInnen werden Workshops mit GastreferentInnen durchgeführt.

1.2.4 Das Forum entwickelt seine Funktion selbst weiter:
Durch die Treffen entstehen Bedürfnisse, Themen und Lösungsansätze im Bereich Kinder- und Jugendkultur.

1.3 In der Praxis
Die Organisation und Moderation des ersten „Forums Kinder- und Jugendkultur“ führt die „Gruppe für angewandte Texte“ durch. Termin (Vorschlag: Herbst 2007) nach Absprache mit der Auftraggeberin, der Stadt Linz. Das Thema ist das Forum selbst, mögliche Aufgaben, Ziele etc.
Wenn es erwünscht ist, werden auch die nächsten Treffen (zweimal pro Jahr) von der „Gruppe für angewandte Texte“ im Auftrag der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich organisiert und durchgeführt.

Vorschlag 2: „Kunst-Mobil“

2.1 Kurzdarstellung
Im Rahmen aktueller Ausstellungen in den Institutionen Kunstmuseum Lentos, Stadtmuseum Nordico, Landesgalerie bzw. Schlossmuseum Linz touren zwei Kleinbusse (je einer Stadt, einer Land) durch die Schulen in Linz und Oberösterreich. Die Kleinbusse sind mit Inhalten zu den Ausstellungen bestückt; angeboten wird ein Kunstvermittlungsprogramm.

2.2 Detaildarstellung
Das „System Schule“ stellt immer weniger Freiräume zur Verfügung, die von Lehrpersonen für Ausstellungs- oder Theaterbesuche mit SchülerInnen genützt werden können. Für Schulen, die sich nicht im Zentrum von Linz befinden, ist zudem so ein Besuch oft mit teuren und zeitintensiven Busfahrten verbunden, sodass die Schulen am Land die Angebote der Museen und Institutionen kaum nützen. Man könnte sagen: es herrscht ein akutes Stadt-Land-Gefälle im Kunstbetrieb.
Um den SchülerInnen – und PädagogInnen – dennoch die Möglichkeit zu geben, aktuelle Themen der Kunst kennen zu lernen, fährt das „Kunst-Mobil“ direkt vor Ort in die Schule.
Im „Kunst-Mobil“ befindet sich eine „Kleinausstellung“, die den SchülerInnen den Impuls gibt, sich mit Themen zu beschäftigen. Die Ausstattung der Busse und das Workshopprogramm, das in den Schulen mit den Kindern oder Jugendlichen durchgeführt wird, erarbeiten KunstvermittlerInnen der jeweiligen Institutionen. Sie begleiten auch die Busse.
Das „Kunst-Mobil“ soll einerseits mit aktuellen Themen vertraut, aber auch Neugier auf einen Besuch der „großen“ Ausstellung machen. Werbe- und Infomaterial kann direkt an die Zielgruppe ausgegeben werden.

2.3 In der Praxis
Die Stadt Linz stellt einen Kleinbus zur Verfügung; das Land Oberösterreich stellt einen Kleinbus zur Verfügung. Der Bedarf wird von den Institutionen angemeldet, die Touren werden von den Institutionen organisiert.
Die Ausstattung der Busse soll flexibel sein und sich nach den aktuellen Themen richten.

2.4 Umsetzung
Ein Info-Workshop stellt das Projekt „Kunst-mobil“ den zuständigen VertreterInnen der Institutionen vor. Bei diesem Treffen werden Ideen und Schritte zur Durchführung festgehalten, sodass die konkrete Umsetzung dann allein durch die eingebundenen Institutionen passieren kann.

Moderation des Info-Workshops durch eine/n VertreterIn der „Gruppe für angewandte Texte“ im Auftrag von Stadt Linz und Land Oberösterreich

Vorschlag 3: „Kultur zum Umhängen“

3.1 Kurzdarstellung
Jugendliche erhalten einen „Kultur-Rucksack“, gefüllt mit Incentives (Anreizen) für ein reiches Kulturerlebnis. Dieser kann kostenlos ausgegeben werden (Geschenk) oder zum Paketpreis verkauft werden.

3.2 Detaildarstellung
Die Jugendlichen erhalten einen Rucksack, der gleichzeitig ein Kultur-Package repräsentiert und durch günstige Pauschalangebote die Nutzung der Angebote erheblich erleichtert. Der Rucksack soll es ermöglichen, zwei volle Tage mit kulturellen Aktivitäten in Oberösterreich zu verbringen. Er existiert sowohl in einer Stadt- als auch in einer Land-Version, damit ein Austausch gewährleistet wird. Gemeinsam mit der heimischen Wirtschaft (Gastronomie, Verkehrsbetriebe etc.) wird dieses Paket geschnürt und Jugendlichen in Oberösterreich zugänglich gemacht. Jugendliche Gäste, die nach Oberösterreich kommen, können den Rucksack zu einem symbolischen Preis erstehen und damit z.B. die Kulturhauptstadt erkunden. Der Rucksack enthält u. a. Tickets für die Museen, für öffentliche Verkehrsmittel, Restaurantgutscheine, einen Stadtplan … sowie ein Give-away (T-Shirt, Linzer Torte …).

3.3 In der Praxis
Das „Befüllen“ des Rucksacks mit Angeboten kann über das „Forum Kinder- und Jugendkultur“ vorbereitet werden, verursacht also dementsprechend wenig Aufwand. Als Trägermaterial kommt ein handelsüblicher Rucksack zum Einsatz, der mit einem Logo ausgezeichnet wird: Das Logo wird über einen Wettbewerb oder aber auch in Zusammenarbeit mit der Universität für künstlerische Gestaltung entwickelt. Selbstverständlich ist es auch möglich, in Kooperation mit einem Hersteller ein gesamtes eigenständiges „Kultur-Rucksack“-Design zu kreieren.

3.4 Umsetzung
Bei der Umsetzung des Vorschlags „Kultur zum Umhängen“ empfiehlt sich eine enge Zusammenarbeit mit den Tourismusverbänden sowohl auf Stadt- als auch auf Landesebene, vor allem hinsichtlich Bewerbung, Vertrieb, Verkauf der Rucksäcke an Jugendliche.

Vorschlag 4: „Das Heft im Heft"

4.1 Kurzdarstellung
Zur Verbesserung der Vermittlung von Kinderkultur wird ein Medium erstellt, das ein erfolgreich verbreitetes Magazin nutzt, um die Zielgruppe zu erreichen.

4.2 Detaildarstellung
Im vierteljährlich erscheinenden Familien-Journal (OÖ. Familienkarte) wird ein Magazin für Kinder bis zum 10. Lebensjahr eingeheftet. Dieses Magazin stellt in altersgerechter Form die aktuellen Angebote der Museen etc. dar und verweist auf spezielle Aktionen für Kinder. Darüber hinaus gibt es im Magazin passende Geschichten rund um die Ausstellungen und Veranstaltungen sowie die Möglichkeit, sich den Themen spielerisch anzunähern bzw. eigene Erlebnisse und Erfahrungen einzubringen. Über dieses Magazin soll im Sinne des Clubgedankens letztlich eine Community (Club) interessierter Kinder aufgebaut werden, die laufend am Geschehen teilhaben und andere Gleichaltrige darüber informieren und zum Mitmachen motivieren.

4.3 In der Praxis
Anstatt mit dem Vertrieb eines eigenständigen Mediums viel Arbeitszeit und auch Budget zu binden, nutzt „das Heft im Heft“ den weiten Verbreitungsradius des Familien-Journals. Die journalistische Aufbereitung der Informationen erfolgt über die zuständigen Stellen für Kinder- und Jugendkultur bei Stadt Linz und Land Oberösterreich.

4.4 Umsetzung
Schlussredaktion und Produktion nehmen den bereits erfolgreich eingespielten organisatorischen Weg, den auch das Familien-Journal in seiner Herstellung durchläuft.
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Die "Gruppe für angewandte Texte" leistet seit 1996 journalistische, wissenschaftliche und literarische Beiträge zu kulturellen Themen, zu Europa als offenem Kultur- und Lebensraum sowie Text- und Vermittlungskonzepte in Zusammenarbeit mit anderen Kultureinrichtungen: www.gruppe-fuer-angewandte-texte.at

Martin Heller, Zürich, 2006-12-20
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Martin Heller ist Intendant der Europäischen Kulturhauptstadt Linz 2009.

Claudia Hutterer, Mag., Hartkirchen, 2007-02-12
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Mag. Claudia Hutterer ist Museumspädagogin und Kulturvermittlerin.

Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Oberösterreich und Salzburg, Linz, 2007-07-03
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Die Kammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten für Oberösterreich und Salzburg ist die Interessensvertretung der Architekten und Ingenieurkonsulenten in diesen beiden Bundesländern.

Rektor Reinhard Kannonier, Univ.-Prof. Dr., Linz, 2007-07-10
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Univ.-Prof. Dr. Reinhard Kannonier ist Rektor der Kunstuniversität Linz - Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung.

Gabriele Ketterer, Dir., Linz, 2007-09-05
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Dir. Gabriele Ketterer ist Leiterin des Landeskulturzentrums Ursulinenhof. Das Landeskulturzentrum ist ein interkulturelles Veranstaltungszentrum in Linz, welches Kulturschaffenden und Veranstaltern eine geeignete Plattform und den Besuchern ein erlebnisreiches Kunst- und Kulturprogramm bietet.

Peter Kubovsky, Prof., Linz, 2007-07-02
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Prof. Peter Kubovsky ist freischaffender Künstler und war von 1973 bis 1995 Lehrer für Malerei und Grafik an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz. Sein Schaffen wurde u.a. mit dem Kulturpreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.

KUPF - Kulturplattform OÖ, Linz, 2007-05-15
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Die KUPF - Kulturplattform OÖ wurde 1984 als Dachverband, Interessensvertretung und Netzwerk von Kulturinitiativen in Oberösterreich gegründet. Ziel der KUPF ist die ständige Verbessserung der Rahmenbedingungen für freie Kulturarbeit.

Stefan Kurowski, Kirchberg-Thening, 2007-01-08
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Stefan Kurowski ist Theater- und Filmschaffender in Oberösterreich.

Landeskulturbeirat Oberösterreich, Linz, 2007-11-23
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Der 1988 eingerichtete Landeskulturbeirat Oberösterreich berät die oö. Landesregierung in grundsätzlichen Fragen der Kulturpolitik und beurteilt die Wirksamkeit von Kulturförderungen. Im oö. Kulturleitbildprozess kommt dem Landeskulturbeirat als beratendes und beschließendes Gremium eine besondere Rolle zu.

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