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Kulturleitbild Oberösterreich | IMPULSBEITRÄGE
Das waren Ihre Impulsbeiträge
Im Rahmen des Diskussionsprozesses Kulturleitbild Oberösterreich
wurden im Frühjahr 2007 prominente Künstlerinnen und
Künstler, Kulturschaffende, Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler sowie Kulturfunktionäre eingeladen, einen
Impulsbeitrag zum Kulturleitbild Oberösterreich zu verfassen. Das
Landeskulturreferat dankt für die eingelangten Beiträge, die
sehr fundiert und engagiert Anregungen und Visionen für das
Kulturleitbild formulierten. Bei der Überarbeitung des
Leitbild-Entwurfes konnte vieles davon aufgenommen werden. Im Folgenden
finden Sie alle Impulsbeiträge zum Nachlesen.
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Petra-Maria Dallinger, Dr., Linz, 2008-04-01 > Beitrag anzeigen
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Dr. Petra-Maria Dallinger ist Direktorin des StifterHauses Linz, Zentrum für Sprache und Literatur in Oberösterreich. |
Christine Dollhofer, Linz, 2007-10-10 > Beitrag anzeigen
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Christine Dollhofer ist Direktorin des Crossing Europe Filmfestival Linz, das seit 2004 jährlich veranstaltet wird und vor allem die junge Generation europäischer Filmemacher in den Mittelpunkt rückt. |
Alfred Doppler, em. Univ.-Prof. Dr., Innsbruck, 2007-06-18 > Beitrag anzeigen
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em. Univ.-Prof. Dr. Alfred Doppler ist Professor am Institut für Germanistik der Universität Innsbruck und einer der Hauptherausgeber der Historisch-Kritischen Stifter-Ausgabe sowie Mitglied des Adalbert-Stifter-Institutes des Landes Oberösterreich. |
Reinhard Dyk, HR Mag. Dr., Linz, 2007-08-20 > Beitrag anzeigen
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HR Mag. Dr. Reinhard Dyk ist Geschäftsführer der Stiftung Hartheim und war Kulturstadtrat (1991-2003) und Vizebürgermeister (2001-2003) der Stadt Linz. |
Festival der Regionen / Vorstand, Ottensheim, 2007-11-26 > Beitrag anzeigen
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Das Festival der Regionen ist eines der größten zeitgenössischen Kulturfestivals in Österreich und findet seit 1993 alle zwei Jahre an dezentralen Orten im Bundesland Oberösterreich statt. |
FIFTITU% – Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst & Kultur in OÖ, Linz, 2007-04-26 > Beitrag anzeigen
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FIFTITU% – Vernetzungsstelle für Frauen in Kunst & Kultur in OÖ, Kapuzinerstraße 36/1, 4020 Linz, Tel.Nr. : 0043-(0)732-770353, mailto:fiftitu@servus.at, http://www.fiftitu.at
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Forum Interkulturalität, Linz, 2007-11-22 > Beitrag anzeigen
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Das Forum Interkulturalität versteht sich als eine interkulturelle und interdisziplinäre Arbeitsgruppe, die aus einzelnen interessierten Personen gebildet wurde. Sein Hauptanliegen ist es, Migrant/innen und/oder ethnischen Minderheiten Zugang zu Kulturproduktion zu ermöglichen. |
Martin Fritz, Ottensheim, 2007-07-03 > Beitrag anzeigen
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Martin Fritz ist Leiter des Festivals der Regionen, einem der größten zeitgenössischen Kulturfestivals in Österreich. Es findet seit 1993 alle zwei Jahre an dezentralen Orten in Oberösterreich statt und hat sich seither zu einer zeitgenössischen Schwerpunktveranstaltung für aktuelle, ortsspezifische Kunst und Kultur entwickelt. |
Gesellschaft für Archäologie in Oberösterreich, Leonding, 2007-07-02 GEDANKEN ZUM KULTURLEITBILD – BEREICH ARCHÄOLOGIE (Kurzfassung)
Vorgelegt von der „Gesellschaft für Archäologie in Oberösterreich“ – www.archaeologie-ooe.at
Die Gesellschaft für Archäologie in Oberösterreich begrüßt die Initiative des Landes zur Erstellung eines Kulturleitbildes sehr. Wir nutzen die Gelegenheit, um den Ist-Zustand (A) und den Soll-Zustand (B) der Archäologie in OÖ zu erheben und geeignete Maßnahmen zu gezielten Verbesserungen (C) vorzuschlagen.
A) IST-ZUSTAND
Bestandsaufnahme zur Archäologie in Oberösterreich
INSTITUTIONEN UND ARCHÄOLOGISCH TÄTIGE PERSONEN
Ausgebildete ArchäologInnen sind in Oberösterreich am Landesmuseum (Prähistorikerin, Klassische Archäologin; darüber hinaus ein Numismatiker), im Stadtmuseum Linz Nordico (Klassischer Archäologe), im Stadtmuseum Wels (Klassische Archäologin), im Museum Lauriacum Enns (Klassischer Archäologe) sowie am Landeskonservatorat (Bundesdenkmalamt; Prähistoriker) beschäftigt.
Die Grundaufgaben der an den Museen beschäftigen WissenschaftlerInnen sind die Bewahrung, übergreifende Erforschung und Vermittlung (Ausstellungen) des archäologischen (und numismatischen) Erbes von Oberösterreich.
Neben den größeren Museen beherbergen auch zahlreiche Heimathäuser archäologisches Material. Die Betreuung wird meistens von ehrenamtlich Tätigen, oft im Rahmen von Heimatvereinen, übernommen.
Archäologische Arbeit vor allem im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit wird darüber hinaus in der 2006 gegründeten „Gesellschaft für Archäologie in Oberösterreich (GesArchOÖ)“, in der „Gesellschaft für Landeskunde / Oberösterreichischer Musealverein“, im Musealverein Wels und im Museumverein Lauriacum-Enns geleistet.
Archäologie ist nicht nur eine Berufung, sondern ein ernst zu nehmender Beruf – die vielfältigen archäologischen Tätigkeiten erfordern hoch qualifizierte Wissenschaftler.
ARBEITSBEREICHE DER ARCHÄOLOGIE IN OBERÖSTERREICH
Sammlungsverwaltung ist die Basis musealer archäologischer Tätigkeit. Schätzungsweise maximal 50% des archäologischen Materialbestandes Oberösterreichs sind durch Inventarisierung erfasst. Lager- und Klimabedingungen sind keineswegs immer ideal, auch der konservatorische und restauratorische Stand lässt häufig zu wünschen übrig.
Grabungen sind aufgrund überforderter Budgets bei weitem nicht in jenem Ausmaß möglich, das nötig wäre, um ständige Forschungsarbeit zu gewährleisten bzw. Sammlungen zeitgemäß und gezielt zu erweitern.
Jetzt muss in die archäologische Erforschung unserer Heimat investiert werden – in 50 Jahren wird es gerade in den Ballungszentren zu spät sein!
Grabung bedeutet Zerstörung wichtiger Indizien über die Vergangenheit. Die genaue und nachvollziehbare Dokumentation jedes Arbeitsschrittes und der entdeckten Strukturen samt Funden ist deshalb unumgänglich.
Erst durch die wissenschaftliche Bearbeitung erhält das Material den Charakter eines historischen Dokuments. Archäologisches Material in oberösterreichischen Sammlungen konnte auf Grund von Personalmangel bisher erst zu ca. 30% bearbeitet und für Wissenschaft und Vermittlung aufbereitet werden.
Archäologisches Material nur zu sammeln und zu bewahren, aber nicht wissenschaftlich auszuwerten, wäre gleichbedeutend mit dem Ablegen einer mittelalterlichen Urkunde in einer Schublade, ohne sie vorher zu lesen.
Um die rasche wissenschaftliche Bearbeitung und Vermittlung oberösterreichischen archäologischen Materials gewährleisten zu können, ist ein Verbleib des Fundmaterials im Bundesland (ungeachtet der Besitzverhältnisse) unbedingt anzustreben.
Die Ergebnisse archäologischer Tätigkeit sind der Öffentlichkeit zeitgemäß zu vermitteln (populärwissenschaftliche Bücher, Ausstellungen, Führungen und Sonderveranstaltungen).
Der Erkenntnisgewinn zur (Ur-)Geschichte ist stets vermehrbar. Jede Zeit schreibt ihre Geschichte neu – durch neue Informationen, aber auch durch neue Sichtweisen, die altes Material neu interpretieren helfen.
Ein neues Puzzlestück verändert das historische Bild, das somit neu betrachtet werden muss.
Das Verständnis um Gegenwart und Zukunft baut auf dem Wissen um die Vergangenheit auf!
WAHRNEHMUNG DER ÖFFENTLICHKEIT
Dem allgemeinen großen öffentlichen Interesse, das archäologischen Themen entgegengebracht wird, steht häufig große Skepsis beispielsweise von Grundbesitzern und Bauträgern gegenüber. Rechtzeitige Absprachen im Vorfeld vermeiden Verzögerungen bei notwendigen Ausgrabungen.
Archäologie steht also wirtschaftlichen Interessen nicht entgegen, sondern ist im Gegenteil als Anlass- und Ideengeber für verschiedenste Wander- und Themenwege, Ausstellungsprojekte und Sonderveranstaltungen und natürlich auch für Film- und Printformate bestens geeigneter Partner der Wirtschaft.
THEMA LINZER STADTARCHÄOLOGIE
Es darf kein Zweifel an der Notwendigkeit des Weiterbestands der Linzer Stadtarchäologie bestehen.
Die umfangreiche und konservatorisch derzeit hervorragend betreute archäologische Sammlung des Linzer Stadtmuseums Nordico stellt nicht nur einen wissenschaftlichen, sondern auch einen finanziellen Wert dar – für Grabungen, Restaurierungen und Publikationen wurde öffentliches Geld verwendet. Eine fehlende ständige Betreuung durch akademisch geschultes (!) Personal käme einer nachträglichen Vernichtung dieser Geldaufwendungen gleich.
Wenn Generationen aufwachsen, die ihre eigene historisch gewachsene Identität nicht mehr verstehen, bedeutet das, dass hier Kulturarbeit gröblich vernachlässigt wurde, die, über einen längeren Zeitraum verabsäumt, nicht mehr aufholbar ist.
B) SOLL-ZUSTAND
FLÄCHENDECKENDE ERFASSUNG UND SCHUTZ UNSERES ARCHÄOLOGISCHEN ERBES
Die Kenntnisse über alle vorhandenen Fundstellen Oberösterreichs sind zu maximieren, um sie ausreichend schützen, bewahren und erforschen zu können. Dazu ist flächendeckende luftbildarchäologische Arbeit ebenso nötig wie laufende Begehungen sowie intensive Kontakte zu Gemeinden und Bauherren.
LAUFENDE ARCHÄOLOGISCHE FORSCHUNGEN
Ständige Grabungstätigkeit zur Verbesserung der Forschungsgrundlage bzw. auch zur Rettung potentiell gefährdeter Fundstellen ohne Zeitdruck ist in weitaus größerem Ausmaß als bisher notwendig.
Die finanziellen Möglichkeiten zur sofortigen wissenschaftlichen Auswertung (Deponierung, Reinigung, Restaurierung, Konservierung, ... bis zur Publikation) müssen vom Kulturland Oberösterreich durch ausreichend Personal und finanzielle Mittel langfristig gewährleistet sein.
LAUFENDE VERMITTLUNG
Zeitgemäße Ausstellungen und Veranstaltungen können heutzutage nicht mehr von ArchäologInnen alleine vorbereitet werden. SpezialistInnen aus den Bereichen Vermittlung („Museumspädagogik“), Ausstellungsgestaltung und Marketing sind zwingend notwendige Partner, für deren Finanzierung ebenfalls gesorgt sein muss.
Eine stärkere Präsenz historisch-archäologischer Themen im Schulunterricht wäre besonders wünschenswert! Über die letzten Jahrzehnte sind die Lehrpläne in dieser Richtung vermehrt beschnitten worden.
EINBEZIEHUNG IN KULTURPOLITISCHE ENTSCHEIDUNGSPROZESSE
Archäologische Arbeit ist Kulturarbeit im weitesten Sinne – sie ist nicht nur akademische Bauarbeit. Dementsprechend wäre für die sinnvolle Entwicklung und Verwirklichung eines Kulturleitbildes für Oberösterreich die regelhafte Einbeziehung von VertreterInnen der archäologischen Fächer in die kulturpolitischen Entscheidungsprozesse wünschenswert.
C) Geeignete Maßnahmen
1) Erhöhung der Anzahl an Dienstposten für ArchäologInnen und RestauratorInnen in Oberösterreichs Kultureinrichtungen.
2) Erhöhung der institutionellen Budgets und der Budgets für Fördermaßnahmen.
3) Gewährleistung der Nachbesetzung bestehender Dienstposten.
4) Einbeziehung von ArchäologInnen in kulturpolitische Entscheidungsprozesse.
5) Geltendmachung des Einflusses der Kulturinstitutionen gegenüber den Entscheidungsträgern des Bundes im Sinne der Ratifizierung und Inkraftsetzung der Konvention von Valetta: Europäisches Übereinkommen zum Schutz des archäologischen Erbes.
6) Schaffung einer Finanzierungsgrundlage für die Erarbeitung von Anträgen für Forschungsprojekte mit Oberösterreich-Bezug (nicht nur für den archäologischen Bereich sinnvoll!) Ein solcher „Projekt-Erarbeitungsfonds“ sollte zu vermehrten Projekteinreichungen und somit wissenschaftlicher Tätigkeit führen. Aus bewilligten Projekten könnten Teilbeträge in den Fonds zurückfließen.
Es kann der Tag kommen, da all unser Gold nicht reicht, uns ein Bild von der entschwundenen Zeit zu formen.
(Arthur Hazelius)
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Die Gesellschaft für Archäologie in Oberösterreich unterstützt die archäologische Forschung in Oberösterreich u.a. durch Öffentlichkeitsarbeit, Förderung wissenschaftlicher Ausgrabungen und Publikationen als Beitrag zum Denkmalschutz, zur Heimatpflege und zur Sicherung des kulturellen Erbes. |
Gesellschaft für Landeskunde - OÖ. Musealverein (*1833), Linz, 2007-11-13 > Beitrag anzeigen
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Die "Gesellschaft für Landeskunde - OÖ. Musealverein" wurde 1833 als Oberösterreichischer Musealverein gegründet. Sie widmet sich der Erforschung der Geschichte, Kultur und Naturkunde von Oberösterreich, der Herausgabe von periodisch erscheinenden Veröffentlichungen, der Unterstützung von Arbeiten in allen Bereichen der Landeskunde sowie der bibliographischen Erfassung sämtlicher Veröffentlichungen zur Landeskunde. |
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